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Schlaflos in Teltow
Es ist immer noch wie verhext. Zu Hause bin ich unter der Einstellung der Medikamente Antriebslos und Müde und komme morgens nicht in die Gänge. Hier nehme ich die Medikamente erst spät ein, kann dann trotzdem erst spät einschlafen und werde meist gegen 4 Uhr schon wieder wach und kann dann nicht wieder richtig fest einschlafen. Ab 6 Uhr schaue ich dann regelmässig auf die Uhr und warte das es soweit ist aufzustehen. Mache mich dann auch gleich fertig und warte darauf das die Schwestern durchkommen um uns zu wecken. Müde bin ich dann aber nicht wirklich. Kopfschmerzen habe ich auch deutlich öfter und länger wie zu Hause. Und dann fällt hier auch noch mein Termin beim Arzt aus, da er Krank ist. Hätte eigentlich damit gerechnet das ich zu einer Vertretung komme, denn es gibt ja noch mehr Ärtze hier. Die Vertretung übernimmt die Therapeutin, und da ich morgen sowieso einen Termin habe, kommt es nicht auf den einen Tag an. Die Entspannungstherapie tut gut, konnte aber nicht komplett abschalten, dazu schwirren mir zu viele Gedanken durch den Kopf. Die Diagnostik (Intelligenz Test unter Zeitdruck) ist bestimmt komplett in die Hose gegangen, oder ich habe Glück gehabt beim Raten. Räumliches Vorstellen ist sowieso nicht mein Ding, Zahlen logisch fortsetzen war noch in Ordnung. (Fantasie)namen, Produkt, Preis und Herkunftsland merken, dann andere Aufgaben lösen und dann die Fragen beantworten, was das für ein Artikel ist, was er kostet und so weiter. Die Auswertung macht dann die Therapeutin, doch ich will das Ergebnis lieber nicht wissen. Ich konnte mir früher wunderbar Namen, Gesichter und Nummern merken, doch es wird immer schlimmer damit.
Wurde vorhin von der einen aus der Kardiologie gefragt ob ich heute Abend mitkommen möchte zum Bowlen. Einerseits liebend gerne, aber anderseits besteht noch die Scheu vor den anderen. Ich kann mich nicht so frei bewegen vor fremden. Das muß erst noch aufgebaut werden.
Hatte mit S. ausgemacht das ich sie anrufe und gleich wieder auflege, dann bin ich im Zimmer und sie ruft mich dann zurück, da es sie ja nichts kostet und ich sonst pro Minute 10 Cent bezahlen muß. Ich rief an und bei ihr war besetzt, sie kann dann aber trotzdem sehen das ich anrief. Nach rund 20 Minuten probierte ich es erneut, es war frei, aber ein Rückruf kam nicht. Ich grübelte und machte mir Gedanken warum sie mich denn nicht zurückrief. Es war so schlimm, das ich wahnsinnige Brustschmerzen bekam. Ich hätte ja noch die Option gehabt sie auf Handy anzurufen, was ich dann aber doch nicht machte. Es wird schon seine Gründe haben. Ich denke ja leider nicht positiv, sondern sehe und denke immer alles negativ. Es könnte ja sein das nur ihr Akku am Telefon leer ist oder sie sonst irgendwelche Probleme hat, womit sie mich nicht belasten möchte.
Sport
Hier wird auch viel Sport gemacht. Walking und Gymnastik stand heute auf dem Programm. Das Walking wurde aber von keinem richtig umgesetzt so wie wir es vorher erklärt bekommen hatten. Ich bin dann auch nur gemütlich gelaufen. Der Trainer hat auch nichts dazu gesagt, was mich etwas wundert. Die Bewegungstherapie ist für mich, der Jahrelang nichts in der Richtung gemacht hat, sehr anstrengend. Ich hoffe das ich das in den nächsten Wochen besser schaffe, denn im Grunde machten die Übungen Spaß, wenn es denn nur nicht so ziehen würde im Rücken und in den Beinen. So oft wie ich heute geduscht habe, ist der Wahnsinn. Denn der Sport war nicht hintereinander, sondern zwischendrin waren andere Sitzungen und da möchte ich nicht geschwitzt herumsitzen. Gut das wir dazwischen genug Zeit haben um uns zu Duschen, was aber nicht von allen umgesetzt wird. Viele machen auch den Sport in der Alltagskleidung. Es gibt doch nichts unbequemeres wie in einer Jeans Sport zu machen, oder täusche ich mich? Wie seht ihr es.
Unruhig
Mir geht es seit Samstag richtig schlecht. Anspannung, Beklemmungen und Herzsstiche, dazu sehr unruhige Nächte. Ich schlafe fast vor dem Laptop beim Fernsehen ein, mache ihn aus und liege dann lange wach bevor ich dann in einen unruhigen Schlaf falle. Morgens um 4 Uhr bin ich das erste mal wach, döse dann noch bis der Wecker um 6 Uhr 30 klingelt. Bin dann auch gleich soweit aufzustehen und ins Bad zu gehen und mich fertig zu machen. Eigenartigerweise bin ich schneller fertig wie zu Hause und dann warte ich bis die Schwestern durchkommen um zu schauen das es uns gut geht. Eigentlich kommmen sie immer in der gleichen Zeitspanne, so zwischen 7 Uhr 15 und 7 Uhr 25 zu mir ins Zimmer. Je nachdem ob der ein oder andere etwas auf dem Herzen hatte und es sich dadurch etwas verschiebt. Hier ist es wie ausgestorben am Wochenende, viele sind Unterwegs oder nach Hause gefahren, andere haben Besuch von der Familie bekommen. Mir wurde auch von einer angeboten mitzukommen mit dem Rad, es kam aber zu Plötzlich und zum anderen traute ich mich in der Verfassung nicht aufs Rad für eine längere Strecke. Beim nächstenmal sicherlich gerne, wenn es sich ergibt. Den Tag über immer mal wieder draussen Spazieren gegangen im Gelände und die erwachende Natur genossen, der Duft ist herrlich. Den Plan für die kommende Woche habe ich auch bekommen, er ist nicht so voll gestopft mit Terminen wie ich es gedacht hatte. Da ist viel Leerlauf zwischen und teilweise fange ich auch erst sehr spät an. Mal sehen was mich hier noch erwartet und wie die Steigerung aussieht.
Grundsätzliches
Bitte nicht wundern das hier einige Tage gar nichts kommt und dann Beiträge erscheinen mit einem alten Datum. Ich bin nicht täglich Online, schreibe mir die Beiträge aber vor und übertrage sie mir dann. Nur für die Leser die den Feed abboniert haben. Denn mir fällt auf das immer wenn ich einen Beitrag geschrieben habe, dann kommen auch welche hierher. Da ich das hier nicht sehen kann, wäre es nett, wenn ich auch erfahren könnte wer denn hier mitliest.
Ich habe auch schon länger überlegt umzuziehen, aber mir fällt nicht wirklich ein passender Blogname ein. Und auch zu welchen Anbieter ich wechseln soll. Es sollte nicht kompliziert sein. Vielleicht fällt mir ja was ein, während ich hier bin.
Heute werde ich auf jeden Fall noch ein oder zwei Beiträge bringen. Ich werde jetzt zum Mittagessen gehen und dann später die im Kopf schon zurechtgelegten Beiträge bringen.
Anschwimmen
Am Mittag bei der Entspannung wurden wir darüber Informiert das unser Schwimmbad wieder benutzbar ist. Die Werte sind in Ordnung, nur die Temperatur ist noch nicht so wie sie sein soll, denn sie liegt erst bei 24 Grad. Am frühen Nachmittag nach unserem letzten Termin, wo alle Neulinge der woche begrüßt wurden, verabredeten zwei andere sich zum Schwimmen. Sie suchten noch die erforderliche dritte Person, ohne dem die Schwimmhalle nicht benutzt werden darf und fragten mich. Ich sagte zu und wir wollten uns dann um 19 Uhr an der Halle treffen. War dann aber doch zuerst verunsichert ob ich den Termin nicht doch absagen solle. Fremde Leute, dazu meine Figurprobleme und Hemmungen allgemein, aber wenn nicht hier wann dann sollte ich über den Schatten springen um so einiges ablegen zu können. Wir hatten ja auch schon einen Beitrag gehabt, da wurde uns gesagt das es hier nicht so schlimm ist, jeder hat so seine Probleme und es sind alles sich fremde Personen und in der Regel sehen wir diese sowieso nie wieder. Wir können uns hier eigentlich so richtig gehen lassen. Aber etwas Anstand haben die meisten aber doch. So nun wieder zurück zum Thema: Zu zweit warteten wir dann auf unsere dritte Person, als dann noch ein anderer ankam. Nun waren wir wenigstens schon zu dritt und konnten rein. Das Wasser war angenehm. Nicht zu warm und auch nicht zu kalt. Richtig herrlich. Und auch nicht wie es im Öffentlichen Schwimmbad ist mit viel Chlor verseucht. Aber das die Schwimmhalle offen ist, hat sich rumgesprochen wie ein Lauffeuer. Da das Schwimmbecken nicht gerade groß ist, musste man schon aufpassen das man freie Bahn hat. Nach rund 30 Minuten wurde es mir dann doch zu voll und ich verließ das Bad. Und im Buch sind die nächsten Abende auch schon voll ausgebucht. Aber ich habe ja noch einige Tage Zeit und es wird sich bestimmt noch mal die Gelegenheit geben.
Ansteckende Krankheit?
Nein, natürlich nicht. Bei der Begrüßung aller Neulinge wurden wir darüber Informiert, was ich natürlich schon gesehen hatte, nämlich Personen die mit Mundschutz und eventuell noch mit Handschuhen herumlaufen. Wir sind hier ja in zwei Gruppen geteilt, Psychosomatisch und Kardiologie. Und diese Personen mit Mundschutz, schützen sich vor uns anderen, da sie eine Transplantation hinter sich hatten. Aktuell sind es hier soweit ich mitbekommen habe drei. Ein recht junger Mann, eine junge Frau und auch ein kleines Kind haben wir hier. So von der Größe her würde ich das Kind auf sieben/acht Jahre schätzen. Aber von einer anderen habe ich gehört das es schon elf Jahre alt sei. Es muß aber schrecklich sein, zum einen die Operation und zum anderen so zwischen den ganzen Erwachsenen die ganzen Therapien zu machen. Gibt es da nicht andere speziell für Kinder Reha Kliniken? Gut, das Kind ist nicht alleine hier, sondern wird von einem Elternteil begleitet, aber trotzdem.
Noch ein paar Zahlen zum Schluß: Die Klinik ist hier mit unserer Abteilung seit etwa zehn Jahren am Ort und in dieser Zeit sind über 10.000 Patienten behandelt worden.
Nächste Woche wird dann mein Zeitplan hier voll werden. Termine, Termine und Termine werden hier meine Zeit vergessen lassen. Den Plan bekomme ich erst am Sonntag, so das ich erst in der nächsten Woche berichten kann was auf mich zukommt. Oder ich nehme den Öffentlichen PC um mal kurz zu schreiben.
Kleiner Erfolg
Ich hatte ja schon berichtet das ich hier wahnsinnig viel Wasser trinke. Die Mahlzeiten nehme ich normal ein. Wie ich in meinem aktuellen empfohlenen Essensplan gelesen habe, darf ich morgens zwei Vollkornbrötchen essen. Statt Wurst und Käse, was ich morgens einfach nicht herunter bekomme, esse ich diese Brötchen dünn bestrichen mit Konfitüre. Zwischenmahlzeit wäre Zwieback oder etwas Obst oder ein Joghurt. Darauf verzichte ich meistens, außer auf das Obst. Mittagessen mit Salat und Nachtisch in kleiner Portion. Auf die Zwischenmahlzeit verzichte ich, wenn es kein Obst gibt. Abends zwei scheiben Vollkornbrot mit Belag und dazu ein Salat. Wenn es dann noch Obst gibt nehme ich den mit für den Abend, wenn nicht fällt das aus. Bewegung ist bisher noch nicht viel gewesen, wenn ich mal von den Wegen zum Selterraum absehe. Sport und Bewegung wurden wir erst eingewiesen bevor wir die Geräte benutzen dürfen. Am Aufnahmetag wurde ich gewogen mit Kleidung und nach dem Frühstück zu Hause und wog xxx,x Kg. Heute stellte ich mich mal am Nachmittag mit fast identischer kleidung drauf und wog 1,8 kg weniger. So und wenn ich dann noch die Aufbaugeräte benutze wie Radfahren, Laufbänder, Stepper und dann demnächst noch Schwimmen auf dem Plan steht, komme ich wirklich auf mein Ziel hier schön abzunehmen und vielleicht die drei Stellen vor dem Komma auf zwei zu senken. Ich hatte das ja schonmal geschafft und ich hoffe das ich es dann halten kann und nicht wieder in die sucht falle. Bisher habe ich das Bedürfnis etwas Süßes zu essen, habe es aber nicht zur Hand. Der Kiosk verkauft auch Kuchen, dem kann ich noch Wiederstehen,zum einen da ich dafür zu geizig bin und nicht den Preis bezahlen möchte für den Aufgetauten TK Kuchen und weil ich es mir selbst verbiete.
Sport ist doch (fast) Mord
Hier gab es in den letzten Tagen/Wochen schwere Unfälle beim Sport. Wie ich von einem anderen Patienten hörte, war es zweimal recht heftig. Das einemal hat sich einer einen offenen Handgelenkbruch zugezogen und in der gleichen Sunde hat sich einer den Fuß gebrochen. Heute knallte wohl eine Patientin zu Boden und kam unglücklich mit dem Kopf auf und war für kurze Zeit bewußtlos. Ich will mal hoffen das jetzt Schluß ist mit den Verletzungen. Aber viele werden sich hier auch übernehmen und wollen sich und den anderen was beweisen und werden übermütig.
Angekommen
Nun bin ich hier in der Reha Klinik angekommen. Das Zimmer ist ausreichend groß und genügend Schränke und Ablageflächen sind vorhanden. Noch ist alles gewöhnungsbedürftig. Da ich ja nicht so auf die anderen mir fremden Personen zu gehen kann, ist es noch recht langweilig. Ich ging zwar schon in den Gruppenraum, da ich aber noch keine Termine habe, sind die anderen also nur kurz mal drin gewesen. Am dritten Tag, also am Donnerstag, habe ich schon mehr Termine. Am Freitag ist der Plan recht eng und ich springe von einem Termin zum nächsten. Die Schwestern, Pfleger und Ärzte die ich bisher kennengelernt habe waren nett. Und wie ich erfahren habe sind fast alle gut. Zum Essen kann ich noch nichts groß sagen. Mittag war bisher immer gut. Abendbrot soll immer das gleiche sein. Brot in verschiedenen Sorten, ebenfalls in verschiedenen wechselnden Sorten Wurst, Käse und Aufstriche in Portionspackungen. Aber das ist ja zu Hause eigentlich auch nicht anders. Dazu immer verschiedene Rohkost. Das was ich hier an Wasser trinke ist Wahnsinn. Wenn das zu Hause auch so schön klappen würde, dann hätte ich bestimmt nicht solche Gewichtsprobleme. Ich hatte ja einen Schreck bekommen als ich mich hier wiegen musste. Der Arzt riet aber davon ab hier schnell und viel Gewicht zu verlieren. Wichtig ist das ich meine Ernährung im Griff habe. Und somit bin ich auch nicht auf Diät gesetzt. Ich achte hier aber trotzdem darauf das ich mir den Teller am Büfet nicht voll mache und einfach weniger Esse. Aber zu Hause Esse ich wenn mir langweilig ist oder ich Frust habe. Hier halte ich mich zurück und trinke Wasser. Und wo ich schon bei Wasser bin, das Schwimmbad ist leider diese Woche wegen Instandhaltungsarbeiten geschlossen. Vermutlich nächste Woche ist es wieder benutzbar. Es darf aber immer nur mit mindestens drei Personen benutzt werden, wegen der Sicherheit. Falls was passieren sollte, kann einer Retten und der andere Hilfe holen. Dazu gibt es ein Buch wo man sich eintragen kann. Es gibt hier auch einen PC Platz. Der kann von allen benutzt werden. Aber nur maximal 30 Minuten pro Tag. Ich habe ja meinen Laptop dabei und habe mir vorgenommen nur gelegentlich Online zu gehen.
Mal sehen was mir dann die ersten Gruppengespräche bringen und die Therapien.
Nachtrag: Im Schwimmbad ist schon wieder Wasser drin. Und ich setzte mich im Aufenthaltsraum zu anderen und unterhielt mich. Ein für mich sehr großer Schritt, obwohl ich mich sehr unwohl fühlte.
Schon wieder
habe ich Wasser von oben bekommen. Als ich am Morgen auf dem Balkon stand, traute ich meinen Ohren nicht, denn ich vernahm das typische Geräusch von Wasser tropfen. Zuerst dachte ich an einen Streich meiner Nerven, doch als ich zum Küchenfenster sah, tropfte es aus dem Fenster, wie im Dezember, nur diesmal nicht soviel. Ein Blick in die Küche zeigte mir auch dort Wassertropfen auf der Mikrowelle. Da es nicht viel war und auch schon am trocknen war, Frühstückte ich erst noch in Ruhe und ging dann nach oben. Dort traf mich der Schlag. Die Wohnungstür demoliert, ein großes Loch neben dem eigentlichen Schloß, welches nicht mehr vorhanden ist. Durch dieses Loch ein Fahrradschloß mit einem Einkaufswagen verbunden, das war die ganze Sicherung der Tür. Auf mehrmaliges klingeln und klopfen wurde nicht reagiert, und beim Blick durch den Türspalt und das Loch, konnte ich auch nichts entdecken. Bei der Verwaltung erreichte ich keinen und den Hauswart wollte ich nicht schon wieder belästigen, nachdem er letztens schon so genervt war. Später vernahm ich wieder laute Geräusche von oben und bevor ich los musste, ging ich nochmal nach oben. Nach kurzem zögern kam dann eine mir unbekannte Person an die Tür. Er wüsste von keinem Wasserschaden und der Nachbar ist nicht da. Am Abend hatte ich dann keine Lust mich nochmal oben zu melden. Am nächsten Morgen waren wieder neue Tropfen in der Küche und auch im Wohnzimmer zeigte sich ein nasser Fleck.
Ein Besuch bei meinem Nachbarn brachte mir, wie zu erwarten, nichts. Er kann sich das nicht erklären. Ich soll dann einen Handwerker bestellen und er zahlt ihn dann. Als wenn er bezahlen würde. Bei der Verwaltung hatte ich wieder kein Glück und so rief ich dann doch unseren Hauswart an. Er sagte mir auch gleich, ich wäre der letzte den er sich wünschen würde. Ich habe immer schlechte Nachrichten. Und das stimmt ja auch, aber wenn ich so nette Nachbarn habe, kann ich ja auch nichts dafür. Er schaute sich die Flecken an und sagte wenn die größer und mehr werden, soll ich mich wieder melden. Damit unserem Hauswart nicht langweilig wird, meldete ich ihm auch den heute festgestellten verstopften Müllschlucker und auch die immer noch stark klemmende Fahrradraumtür, die ich ihm nun schon mehrfach nannte, bemängelte ich erneut. Angeblich hätte ein Kollege die schon repariert.
Als er dann weg war, setzte ich mich hin und hielt alles schriftlich fest und schickte es der Verwaltung. Mal sehen ob endlich was passiert.
Ich weiß gar nicht wie ich bei der Reha zur Ruhe kommen soll. Werde ich meine Wohnung so wieder vorfinden wie ich sie verlassen habe? Oder gleicht sie dann einer Tropfsteinhöhle? Ich kann von S. oder anderen nicht verlangen täglich hier nach dem Rechten zu schauen. Eigentlich würde einmal die Woche reichen, die Pflanzen kennen es nicht anders von mir , aber duch die ganze Werbeflut im Briefkasten wäre zweimal die Woche nötig. Na mal sehen was S. dazu sagt. Zur Not fahre ich selber nach Hause, ist ja nicht weit von Teltow.
(Ist nur Spaß, ich muß abschalten und ändern kann ich es auch nicht wenn was passiert.)
Noch drei Wochen und ich werde die erste Nacht woanders verbringen.
Aus den Schlaf gerissen
heute Früh klingelte das Telefon. S. konnte es nicht sein, dafür ist es zu spät. Doch es war die große Tochter, sie sollte ja die kleine heute in die Kita bringen, da S. früher zur Arbeit muß. Sie erzälte mir das die kleine sich warm anfühlt und vermutlich Fieber hat. Auf meine Nachfrage ob sie denn Fieber gemessen hat, meinte sie das sie das nicht kann. Nur so mal nebenbei, sie ist gerade 17 geworden.
S. hatte ihr gesagt sie könne mich dann anrufen. Ist ja alles kein Problem, ich bin relativ schnell da, doch es sollte mir schon etwas Zeit gelassen werden um mich zu waschen und hinzufahren. Mit dem Auto brauche ich in etwa 10 Minuten, je nach durchkommen an den Ampeln. Mit dem Rad brauche ich in etwa 13 Minuten und muß nicht erst noch einen Parkplatz suchen, was manchmal dort schwierig ist. Nun kann man sich ausrechnen wann ich dort ankomme, wenn ich um 6:48 den anruf bekomme ob ich kommen kann und die große um 7 Uhr das Haus verlassen muß. Ich bin dann um 7:20 angekommen und was macht die große? Sitzt dann auf ihrem Bett und wartet. Ich fragte sie ob sie denn nicht los müsse und dann sagt sie mir: "Nö, jetzt ist der Bus auch gerade weg und sie würde zu spät kommen, und wenn schon zu spät dann wenigstens richtig."
Ich war pappesatt, obwohl ich noch nichts gegessen hatte. Da hetzt man sich ab, Frühstückt nicht und dann so was. Hätte sie doch gleich sagen können das ich mir dann Zeit lassen kann. Sie hatte es dann doch geschafft mit dem Ohr Thermometer zu messen und nach Rücksprache mit S. hatte sie ihr dann auch was gegeben. Nun bleibt sie erstmal zu Hause und ich habe auch am Vormittag Beschäftigung. So lange ich es noch machen kann, mache ich es natürlich gerne.
Schon wieder gewonnen
Ich sollte doch mal wieder Lotto spielen, vielleicht habe ich ja da auch Glück? Uli Stein hat eine Neuauflage zu seinem Sparbuch herausgebracht und die ersten 10 die sich bei ihm melden bekommen ein Signiertes Exemplar. Ich rechnete ja nicht damit das ich unter den Gewinnern bin, doch ich hatte Glück. Und heute war es schon im Briefkasten.
Entspannender Tag
S. fuhr mit einer Kollegin nach Polen. Für mich stand wieder einmal der Posten zum bespassen der kleinen auf dem Plan. Da das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung machte und pünktlich zum Wochenende sich der Regen ankündigte, beschloß ich mit ihr in den Indoor Spielplatz zu fahren. Sie tobte und kletterte immer wieder und konnte kein Ende finden. Nach fast fünf Stunden gab es dann Tränen beim gehen. Ich versprach ihr das wir mal wieder hingehen und dann wurde sie ruhiger. Auf dem Weg nach Hause war sie dann so kaputt das sie im Auto eingeschlafen ist. Bei ihr zu Hause angekommen weckte ich sie vorsichtig. Sie drehte sich nur zur Seite und schlief weiter. Während ich ausstieg und ums Auto herumlief, versuchte sie aufzustehen und bekam Panik und schrie weil sie nicht loskam. Konnte ja auch nicht klappen wenn der Gurt noch um ist. Ist ja auch nicht schön aus dem Schlaf gerissen zu werden. Aber an weiterschlafen war dann nicht mehr zu denken, sie war dann wieder fit.
Nicht mehr lang
und ich befinde mich in der Reha. In fünf Wochen bin ich da. Mit gemischten Gefühlen gehe ich an die Sache ran. Ich hätte mir ja gewünscht das ich weit weg komme um auch wirklich abzuschalten, doch ich bleibe hier in der Nähe.
Wo ist denn die Zeit hin, das es wirklich nur noch fünf Wochen sind? Es war doch erst vor kurzem das ich erfahren habe das ich doch zur Reha darf.
So langsam
habe ich die Schnauze voll. Nein, ich werde jetzt nicht auch noch über das Wetter meckern, das können wir sowieso nicht ändern. Aber die Gegend und das Haus verkommt immer mehr. Letztens kam ich abends nach Hause und ein paar Aufgänge davor waren drei Streifenwagen und recht viele Jugendliche unterwegs. Vom Balkon hörte ich sie später diskutieren wann die Polizei das Recht dazu hat eine Wohnung zu durchsuchen. Die Polizei rückte auch wieder ab. Sehr viel später hörte ich draußen Hundegebell welches nicht mehr aufhörte. Ich schaute aus dem Fenster und sah insgesamt fünf Streifenwagen auf der Straße und auf dem Parkplatz stehen. Der ständig bellende Hund war ein Polizeihund. Sie stiegen gerade ins Auto ein, fuhren aber nur einige Meter und holten den Hund wieder raus und nahmen einen Jugendlichen fest. Zuerst war er noch sehr Cool, dann aber fing er an das er noch mit seiner Mama reden müsse. Es ging recht lange und laut da draußen zu, wo er dann auch laut schrie das er von der Polizei festgehalten wird und andere ihm helfen sollen ihn zu befreien. Aber irgendwann kam dann der Gefangenentransporter und er wurde abgefahren.
Am nächsten Abend als ich nach Hause kam waren schon wieder drei Streifenwagen auf der Straße und Parkplatz. Aber es ist nichts weiter gewesen, jedenfalls habe ich nichts weiter mitbekommen.
Mein Nachbar über mir nervt durch ständiges Poltern und Möbelrücken. Nicht nur am Tage, sondern vor allem Nachts. Gestern Abend hörte ich draussen an der Haustür Geräusche die ich nicht zuordnen konnte. Kurz darauf ging es über mir wieder los. Und als ich heute aus dem Haus ging, sah ich das was ich gestern Abend nicht zuordnen konnte. Die Glasscheibe der Eingangstür war eingeschlagen und überall lagen die Splitter gerum. Ich habe die Vermutung das es der Nachbar über mir war, beweisen kann ich es nicht. Der Eingangsbereich sollte Video Überwacht werden. Dann würden hoffentlich die Briefkastenaufbrüche und Schmiereien aufhören.
Wenn ich denn etwas Mutiger sein würde, hätte ich gestern die Polizei gerufen und im Treppenhaus nach geschaut wer da gerade hochkommt.
Und nun bin ich am Überlegen ob ich meinen Verdacht der Hausverwaltung melde oder nicht. Nicht das die Verwaltung ankommt und sagt ich mache ihn schlecht und er ist unschuldig. Obwohl das Poltern und Möbelrücken hatte auch der Maler mitbekommen, was ich der Verwaltung auch schriftlich mitteilte.
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