Das Wetter ist herrlich und bedingt durch immer noch anhaltende Beschwerden nutze ich die Nachmittage zum Rad fahren in unserem Wald. Abends bekomme ich dann regelmässig die Quittung dafür, indem mir die Beine schmerzen. Aber das ist nichts gegen die anderen Beschwerden. Mein Ziel ist es dadurch auch etwas von meinem Gewicht runter zu kommen. Der Winter hat deutliche Spuren hinterlassen. Gut, bin ja auch selber Schuld gewesen und ich hätte nicht aus Frust Essen müssen. Nun hatte ich mir vorgenommen auf Süßes zu verzichten und von allem etwas weniger zu Essen und auch wieder statt verdünnte Brause nur Mineralwasser zu trinken.
Damit hatte ich vor 5 Jahren guten Erfolg gehabt. Aber da habe ich kein Rad gehabt und war Schwimmen. Dazu sehr viel Mineralwasser und die Pfunde purzelten.
Jetzt warte ich noch auf die bestellte Waage damit ich Änderung auch auf der Waage sehen kann.
Ich lege ja seit einiger Zeit alle Wege die ich führe mit dem Rad zurück. Letzte Woche hatte ich Blumenerde und Pflanzen gekauft, dafür nahm ich das Auto und war froh das ich noch nicht tanken mußte. In der Presse wurde ja schon davon berichtet das es auffällig ist das vor den Feiertagen der Preis so anzieht. 1,289 stand an der Freien Tankstelle. Jetzt nach den Feiertagen fuhr ich heute mit dem Rad vorbei und der Preis war bei 1,169 und da am Dienstag der Preis sowieso höher ist wie an einem Montag wird er noch weiter fallen. Aber ist klar, die Feiertage sind vorbei und der Abstieg der Preise ist natürlich nur zufällig.
Ich habe trotz der eigentlichen Ruhe vor der Arbeit immer noch ein Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb. Und auch der Magen spielt nicht immer mit. Ich frage mich was ist wenn ich wieder zur Arbeit komme. Ich weiß wie die Chefin und andere schlecht reden wenn jemand Krank geschrieben ist. Von der Krankenkasse habe ich schon Bescheid bekommen, das wenn ich weiter Krank geschrieben werde, ich dann Krankengeld bekomme und dieses 20 % weniger wie mein sonstiges Netto ist. Damit kann ich zurecht kommen, trotzdem will ich hoffen das der Kopf frei kommt.
Ich werde jetzt auf den Kopf gestellt und so einige Test´s werden gemacht. Die Blutwerte waren alle in Ordnung. Das Belastungs EKG wurde wegen zu hohem Blutdruck abgebrochen. Und auch im Ruhezustand davor und danach war er zu hoch. Ich hatte damit bisher keinerlei Probleme, wann immer bei mir der Blutdruck gemessen wurde war er im Normal Bereich. Die Schmerzen in der Brust begleitet mit dem Gefühl keine Luft zu bekommen habe ich immer noch. Von einer Kollegin bekam ich eine SMS und die Frage wie es mir geht und ich auf Arbeit fehle. Ich habe ihr noch nicht geantwortet. ich vermute mal sie wurde vorgeschickt, denn die Kollegin ist leicht beeinflussbar. Jetzt bekam ich vom Arzt ein Blutdruckmessgerät verordnet um den Blutdruck zu kontrollieren. Eine Langzeit Blutdruck Kontrolle ist der nächste Termin. Als ich mich auf Arbeit meldete wurde ich mit den Worten verabschiedet: Dann noch einen schönen Tag und viel Spass dann noch. Klar ist keiner begeistert davon, wenn man Krank ist, aber wann habe ich mal auf Arbeit gefehlt? So gut wie nie, wenn ich nicht gerade mit dem Rücken gekämpft habe, wo ich mich wirklich nicht mehr bewegen konnte, habe ich immer auf eine Krankschreibung verzichtet.
Zuerst einmal entschuldige ich mich für die lange Pause. Es war auf Arbeit wie schon befürchtet immer mehr geworden. Ich bekam schon Magenkrämpfe wenn ich nur an die Arbeit gedacht habe. Nachts bekam ich Albträume und wachte Schweissgebadet auf. Als am Samstag dann gesagt wurde, das ich immer noch nicht die Spiegel an der Wand in der OG Abteilung geputzt habe, und meine Begründung das ich mich nicht zerteilen kann, und die Zeit dafür in der Frühschicht nicht ausreicht, wurde mir mitgeteilt, das ich den Stress aushalten muss. Ich muss unter Druck arbeiten können. Aber wenn ich so einige anderen Kollegen/innen beobachte, die ständig eine Rauchen gehen, pünktlich kommen und pünktlich gehen, da soll ich ständig Powern? Und wenn ich in anderen Märkten beobachte, fällt mir auf das es entspannter zugeht und nicht einer mehrere Abteilungen gleichzeitig hat. Die Getränke Abteilung hat in der letzten Woche extrem gelitten, ich bin nur an einem Tag für kurze Zeit ringekommen, und ich sah nicht ein, ständig länger zu bleiben. Am Montag hätte ich Zwischendienst gehabt. Ich nahm mir vor, gleich morgens da zu sein und in Ruhe ohne Hektik die Getränkeabteilung fertig zu machen. Als der Wecker klingelte hatte ich starke Schmerzen in der Brust, leichte Atemnot und ein rasenden Puls. Mein Magen spielte verrückt. Ich überlegte hin und her ob ich trotzdem zur Arbeit fahre. Es wurde aber immer schlimmer und ich beschloss ersteinmal beim Arzt anzurufen. Als ich dann beim Arzt anrief, wurde ich zu 10 Uhr mit viel Wartezeit bestellt. Das wäre aber die Zeit wo ich losmüsste zur Arbeit. Also rief ich auf Arbeit an und meldete mich für heute Krank. Als ich dann beim Arzt überpünktlich vor der Tür stand, wurde ich gebeten am Nachmittag wieder zu kommen, da sich sehr viele Patienten eingefunden hätten und ich sonst sehr lange warten müsste. Als ich dann am Nachmittag wieder kam, wurde ich auch gleich ins Behandlungszimmer geführt. Nach kurzer Mitteilung der Beschwerden wurde mir eine Auszeit angeordnet und ein leichtes Medikament. Als ich dann auf Arbeit anrief, wurde mir gesagt das bis nächsten Montag die alte Kleidung gewaschen und gebügelt im Markt zu liegen hat. Da noch dreckige Kleidung auf Arbeit liegt, die ich gesammelt mitnehmen wollte, darf ich also hinfahren, Kleidung abholen, waschen und dann wieder zurückbringen. Und schon an diesen Gedanken krampft mein Magen. Einerseits fühle ich mich schlecht, das die anderen jetzt mehr arbeiten müssen, andererseits geht mir aber meine Gesundheit und meine Nerven die ich Schone vor.
Ich hatte vor zwei Wochen Urlaub. Nach viel Stress und Ärger auf Arbeit habe ich ihn, obwohl es nur eine Woche war, sehr genossen. Doch als ich mich dann auf Arbeit zurückmeldete bekam ich Magenkrämpfe als ich die Chefin am Telefon hatte. Das ganze Wochenende war sehr unruhig, ich träumte sogar von der Arbeit. Natürlich nichts gutes. Diese erste Woche verging, von einigen Ausnahmen recht friedlich ab, da ich Spätdienst hatte und die Chefin auch kaum gesehen habe, da sie schon Feierabend hatte. Nun habe ich diese Woche Frühdienst, und da unsere Ladenhilfe Urlaub hat, darf mein Kollege und ich diese Woche ohne einen freien Tag Arbeiten. Heute durfte ich wieder im Akkord arbeiten und habe trotzdem nicht alles geschafft. Durfte sogar noch mehr machen, Ware vorziehen und die Leergutabrechnung muss auch noch gemacht werden. Auf meinen Kommentar das ich Feierabend habe, reagierte sie damit, das es sie nicht Interessiert. So nach dem Motto, wenn wir zu langsam sind müssen wir halt schneller arbeiten. Ich bin nervlich am Ende. Kann hier zu Hause nicht abschalten. Immer der Gedanke, hast du soweit alles erledigt? Was muss morgen gemacht werden? Bloß keine Bestellung vergessen. Ich kann einfach nicht mehr. Und da in drei Wochen etwas großes geplant ist, wird es nicht einfacher.
Wenn man Abends die Balkontür zum Lüften öffnet und sich ins Bett legt und einschläft bevor man die Balkontür wieder zumacht. Und dann erst nach 2 1/2 Stunden wach wird und friert und dann aufstehen muss um die Tür zu schliessen, wünscht man sich eine Automatisch schliessende Tür.
Hatte die ganze Woche das Vergnügen die kleine von der Kita abzuholen, da die S. Schulung hatte und die große Schwester im Urlaub war. Hat alles wunderbar geklappt, und es macht Spass mit der kleinen zu spielen, vor allem wenn man sie zum lachen bekommt, dieses herzliche Lachen ist das schönste was es gibt. Die kleine ist zwar ein Wirbelwind aber im großen und ganzen Pflegeleicht wenn man mit ihr spielt. Aber wehe wenn die große Schwester oder die Mama da ist, dann ist sie wie ausgewechselt und wird zickig. In diesen Momenten komme ich mir dann hilflos vor.
Nachdem ich mir ja Gedanken über das Grab von meiner Oma gemacht hatte, fragte meine Mutter zwei Ihrer fünf Geschwister, da kein grosser Kontakt zwischen Ihnen besteht,. ob sie eine Umbettung mitmachen. Keiner wollte es. Nun hatte sich meine Mutter bei der Friedhofsverwalung erkundigt und heute haben wir den Auftrag erteilt. Die Verwaltungsgebühren belaufen sich auf etwas über 200 Euro und pro Jahr fallen 26 Euro Nutzungsgebühr an. Wir wurden dann zum geplanten Gebiet geschickt um uns eine Stelle auszusuchen. Die Umbettung kann aber noch einige Zeit dauern, da der Boden noch gefroren ist und sie nur die wirklich benötigten Grabstellen ausheben.
Die einzige Möglichkeit die ich gesehen habe um die erforderliche Arbeit durchführen zu können, bestand darin das ich einen Teil am Freitag abend, und den anderen Teil am Samstag abend wegziehe. Das wäre zwar für Montag früh sehr stressig geworden, aber wäre nicht zu ändern gewesen. Also machte ich mich als es nach 20 Uhr ruhiger wurde, daran die ersten zwei Schrägen wegzuräumen. Zusammengefegt und die Reinigungs Maschine geholt. Mehrmals drüber gegangen, die Schrägen wieder zurückgestellt. Da alles schneller ging wie erwartet, nahm ich mir dann gleich die anderen beiden vor. Mir lief zwar dann die Zeit davon und ich habe dann nicht mehr alles geschafft, was wir abends vorbereiten für den nächsten Tag, aber das ging nun mal vor.Meinem Kollegen noch schnell aufgeschrieben warum ich es nicht geschafft habe, damit er bescheid weiß. Nun muss noch an der Wand unter dem Regal gereinigt werden. Vielleicht schaffe ich es am Samstag. Wird zwar schwer, aber könnte klappen.
Da sagt mir die Kollegin Morgens beim Betreten des Marktes, das wir wieder mal die Schrägen im OG Bereich wegziehen sollen, damit die Reinigungs Kraft den Boden wischen kann. Wir sollen das in der nächsten Woche in Angriff nehmen. Toll, ich bin Früh alleine in der Abteilung, mein Kollege hat Zwischen. Das kann nicht klappen wenn Abends keiner da ist zum Vorbereiten.
Da kommt man zur Arbeit und sieht auf dem aktuellen Dienstplan eine Änderung. Beim genaueren Hinsehen, erkennt man, das die Änderung bei einem selber ist. Statt Zwischendienst soll ich vormittags in einer anderen Filiale aushelfen. Ist mir eigentlich ganz Recht so, aber kann man da nicht mal anrufen und fragen? Ich hatte mir eigentlich einen Arzttermin holen wollen, hatte es aber dann doch verschoben.
Ich wollte eigentlich noch schnell Einkaufen, bevor ich meine Nichte von der Kita abhole. Habe mich dann etwas in der Zeit vertan und hätte es nicht mehr geschafft, da ich ja auch nicht weiß, wie voll es im Laden ist. Also gehe ich mit ihr Einkaufen. Bis auf eine kleine Ausnahme hat es gut geklappt. Den Nachmittag damit verbracht mit ihr zu spielen oder ihr beim Spielen zuschauen. Zwischendurch etwas Obst gereicht und später das Abendbrot fertig gemacht. Etwas später wie bei der Mama ging es dann Problemlos ins Bett. Finde es schön das es so gut klappt.
Ich bin ja eine Teilzeit Kraft. 30 Stunden die Woche, normalerweise verteilt auf 5 Tage a´6 Stunden. Durch die Inventur hat die Chefin Überstunden beantragt, bei mir noch nichtmal danach gefragt, wurde einfach bestimmt. Heute durfte ich dann volle 10 Stunden ran. Und was mache ich mit der vielen Zeit im Markt wenn nichts mehr zum Nachpacken ist. Aufräumen, umbauen fällt weg, weil man ständig Platz machen muss, was ja selbstverständlich ist, das der Kunde sich ungestört die Ware aussuchen möchte.
Ich habe mir dann den Durchgangskühlraum vorgenommen zu putzen. Den hatte ich vor zwei Wochen schonmal gewischt. Man sieht das er gemacht wurde, aber die ganzen dunklen Stellen gehen bei diesem Fußbodenbelag nicht mehr richtig weg. Früher hatten wir in der Fleischerei einen starken Reiniger, der aber mittlerweile verboten wurde. Damit haben wir alles sauber bekommen.
Ich komme zum Zwischendienst und wünsche allen anwesenden im Raum einen Guten Morgen. Von der Chefin kam, wie sollte es anders sein, wieder einmal nichts. Stattdessen die Frage wer gestern in der Obst und Gemüse (OG) Abteilung war. Ja wer wohl, geht ja kein anderer rein, also muss ich es gewesen sein. Ich habe Bio Tomaten nicht gesehen die verschimmelt waren, das hätte ich sehen müssen und abends beim ausräumen den Kopfsalat vergessen rauszunehmen.Und mein Wunsch bezüglich des Dienstplans kann nicht berücksichtigt werden da der Plan schon fertig sei. Später, als die Chefin schon längst weg war und ich OG nachgepackt habe, eine Menge Tomaten aussortiert die Fleckig waren. Das hätte sie Morgens aber auch sehen müssen.
Auf einmal die Durchsage einer Kassenkraft das gesamte Personal bitte in den Kassenbereich. Unsere Aushilfskasse sah, wie drei junge Männer in den Laden kamen, die vor zwei Tagen schonmal drin waren und versuchten zu klauen. Aber da durch die Inventur zu viel Personal da war, brachen sie ihr vorhaben ab. Sie entnahmen eine größere Menge an Zigaretten und zwei verließen den Markt und einer ging in den Markt. Schnell wurde noch der Fleischer zu Hilfe gerufen. Da wir nicht wussten wo die Person ist, noch wie sie aussieht, bewachten wir den Eingang. Immer mit einem Auge auf die nicht besetzten Kassen, falls er über die Schranke springen sollte. Die Person stellte sich an die Kasse an. Eine Kollegin stellte sich dahinter. Er stellte den Karton auf das Band, ohne die anderen Sachen die sich darin befanden rauszunehmen. Wir beobachteten ihn aus allen Ecken. Die Kollegin zog Schachtel um Schachtel aus dem Karton und dann über den Scanner. Er machte auch keine Anstalten die Zigaretten in die gekauften Tüten zu verstauen. Er bekam die zu zahlende Summe genannt. Er griff in seine Tasche und zog eine EC Karte hervor. Kaum war die Karte im Lesegerät schon drückte er herum. Doch bei uns wird meist mit Unterschrift bezahlt. Der Vorgang kam nicht zum Abschluß. Er ließ die Ware stehen und ging ruhig Richtung Ausgang. Ihm wurde noch das obligatorische Hausverbot ausgesprochen. Hätte es geklappt, dann wären knapp 300 Euro weg gewesen.
Warum kann mein Kollege bei der Bestellung nicht etwas mutiger sein zum Wochenende? Wir haben große Säcke Kartoffeln im Angebot, er Bestellt keine mehr nach. Das gerade die Wochenend Bestellung schwierig ist, kann jeder verstehen. Einerseits möchte man alles anbieten, andererseits soll die Ware verkauft sein um Montagsmit der Frischen Ware anzufangen. Aber wenn man Mittags um 12 kaum noch Ware hat, ist es schon traurig. Na gut, im Februar bin ich dran um es besser hinzubekommen, obwohl, wenn ich auf den Kalender schaue, sind es nur zwei Wochen, da die erste Woche nach Inventur mein Kollege noch Früh hat und ich Spät, und dann habe ich noch eine Woche Urlaub. Ich bekomme Magenschmerzen wenn ich nur an die Arbeit denke. Ich gehe nur noch Widerwillig hin und spul mein Programm ab.
Das Problem ist, wenn man sich so umhört, alle regen sich über die Chefin auf, aber passieren tut doch nichts. Und ich will auch nicht als Anführer antreten und Unternehmungen starten. Ich versuchte ja schonmal dagegen anzukommen, leider ohne Erfolg.