Am Ende II
Zuerst einmal entschuldige ich mich für die lange Pause. Es war auf Arbeit wie schon befürchtet immer mehr geworden. Ich bekam schon Magenkrämpfe wenn ich nur an die Arbeit gedacht habe. Nachts bekam ich Albträume und wachte Schweissgebadet auf. Als am Samstag dann gesagt wurde, das ich immer noch nicht die Spiegel an der Wand in der OG Abteilung geputzt habe, und meine Begründung das ich mich nicht zerteilen kann, und die Zeit dafür in der Frühschicht nicht ausreicht, wurde mir mitgeteilt, das ich den Stress aushalten muss. Ich muss unter Druck arbeiten können. Aber wenn ich so einige anderen Kollegen/innen beobachte, die ständig eine Rauchen gehen, pünktlich kommen und pünktlich gehen, da soll ich ständig Powern? Und wenn ich in anderen Märkten beobachte, fällt mir auf das es entspannter zugeht und nicht einer mehrere Abteilungen gleichzeitig hat. Die Getränke Abteilung hat in der letzten Woche extrem gelitten, ich bin nur an einem Tag für kurze Zeit ringekommen, und ich sah nicht ein, ständig länger zu bleiben. Am Montag hätte ich Zwischendienst gehabt. Ich nahm mir vor, gleich morgens da zu sein und in Ruhe ohne Hektik die Getränkeabteilung fertig zu machen. Als der Wecker klingelte hatte ich starke Schmerzen in der Brust, leichte Atemnot und ein rasenden Puls. Mein Magen spielte verrückt. Ich überlegte hin und her ob ich trotzdem zur Arbeit fahre. Es wurde aber immer schlimmer und ich beschloss ersteinmal beim Arzt anzurufen. Als ich dann beim Arzt anrief, wurde ich zu 10 Uhr mit viel Wartezeit bestellt. Das wäre aber die Zeit wo ich losmüsste zur Arbeit. Also rief ich auf Arbeit an und meldete mich für heute Krank. Als ich dann beim Arzt überpünktlich vor der Tür stand, wurde ich gebeten am Nachmittag wieder zu kommen, da sich sehr viele Patienten eingefunden hätten und ich sonst sehr lange warten müsste. Als ich dann am Nachmittag wieder kam, wurde ich auch gleich ins Behandlungszimmer geführt. Nach kurzer Mitteilung der Beschwerden wurde mir eine Auszeit angeordnet und ein leichtes Medikament. Als ich dann auf Arbeit anrief, wurde mir gesagt das bis nächsten Montag die alte Kleidung gewaschen und gebügelt im Markt zu liegen hat. Da noch dreckige Kleidung auf Arbeit liegt, die ich gesammelt mitnehmen wollte, darf ich also hinfahren, Kleidung abholen, waschen und dann wieder zurückbringen. Und schon an diesen Gedanken krampft mein Magen. Einerseits fühle ich mich schlecht, das die anderen jetzt mehr arbeiten müssen, andererseits geht mir aber meine Gesundheit und meine Nerven die ich Schone vor.