Stadtbummel
Ein Teil der Behandlung besteht unter anderem darin, ausser meinen Tagesablauf aufzuschreiben, mir mal was vor zunehmen. Laut Wetterbericht kam nur der Dienstag in Frage. Den anderen Tag hat mein Bruder Geburtstag und die anderen waren Temperaturmässig besser zum Schwimmen. Ich wollte schon länger mal zu Sea Life. Dort wollte ich auch schon S. und die kleine einladen. S. hatte aber von anderen erfahren, das es nicht so schön sein soll. Nun ist S. im Kurzurlaub und ich nahm mir dann vor zu Madame Tussauds zu fahren. Da dies sowieso nichts für die kleine wäre, konnte ich auch alleine hinfahren. Zum Glück fährt bei uns auch wieder die S-Bahn, nachdem es Wochenlang große Probleme gab. Mit der S-Bahn fuhr ich bis zum Hauptbahnhof und von dort mit der neuen Kanzler U-Bahn, unsere kürzeste U-Bahn mit nur drei Stationen. Die Bahnhöfe sehen noch schön aus, ist aber nur eine Frage der Zeit bis auch hier Vandalismus eingezogen ist. Der eine Ausgang am Brandenburger Tor ist nichts für Faule. Hohe steile Treppen. Hat man die erste Plattform erreicht geht es um die Ecke weiter. Später hatte ich gelesen das dieser Bahnhof 20 Meter tief liegt. Oben angekommen sah ich schon die lange Schlange vor dem Eingang. Aber damit hatte ich schon gerechnet, Ferienzeit und Touristen. Nach etwa 30-45 Minuten kam ich dann auch endlich rein. Es ist beeindruckend wie teilweise Echt diese Figuren aussehen. Ich hätte mir die Ausstellung mit noch mehr Figuren vorgestellt. Aber es hat sich gelohnt. Gut das ich noch einen Gutschein hatte und ich dadurch fünf Euro weniger gezahlt hatte. Als ich wieder rauskam spürte ich so langsam meinen Rücken. Das lange stehen und langsame laufen bekommt mir nicht. Ich suchte mir einen Platz wo ich mich kurz ausruhen konnte. Da ich schneller wieder draussen war wie ich dachte, ich auch nicht mehr nach Hause fahren wollte, schaute ich mir den Bahnhof Brandenburger Tor genauer an. Dann fuhr ich weiter zum Bahnhof Bundestag und schaute mich dort um. Auf die Bahn wollte ich nicht warten und lief den kurzen Weg zum Hauptbahnhof. Mit der S-Bahn fuhr ich zum Zoo/ Gedächtniskirche, wo ich mir was zum Essen und trinken gönnte. Die Zeit wollte jetzt gar nicht vergehen. Doch nach Hause hätte sich nicht gelohnt, bevor ich wieder los muß zur Gewerkschaftsversammlung. Ich fuhr dann mit dem Bus zum Alexanderplatz und dann drängte schon die Zeit, weil ich ja auch noch gucken musste wo es genau ist. Mehr über dieses Treffen da.