Eingliederung II
Jetzt habe ich meine erste Woche Arbeit hinter mir und mir geht es richtig schlecht. Ich quäle mich dorthin und kämpfe mit dem Druck in der Brust. Woher es kommt, kann ich nicht sagen, Kollegen/innen mit denen ich bisher zu tun hatte sind alle nett und freundlich, der Assistent (der Marktleiter hat Urlaub) hätte mich schon nach Hause geschickt, aber ich lehnte ab. Die Aufgaben sind einfach, ich packe die Frische nach, gehe ins Leergut, doch da ich immer wieder ins alte Muster zu fallen drohe, ist es anstrengend auf mich zu achten und zu bremsen wenn ich wieder zu hektisch werde. Der Zusammenhalt in der Filiale ist großartig. Jeder geht mit ins Leergut und räumt. Wenn eine Palette voll ist, wird sie raus gezogen, bei uns wurde sie stehen gelassen.
Im Spätdienst bin ich dann mit dem Rad hingefahren. Tut mir ganz gut, auch wenn sich die Strecke mächtig zieht. Ich habe zwei Möglichkeiten dorthin zu kommen. Die eine ist langweilig und ohne Steigung, die andere ist auch langweilig hat aber langgezogene Steigungen, vor allem auf dem Rückweg, da ist es noch extremer aber diese ist rund zwei Kilometer kürzer. Am liebsten würde ich immer mit dem Rad fahren. Zeitlich brauche ich etwa doppelt so lange wie mit dem Auto, aber im Frühdienst würde ich dann doch gerne etwas länger liegen bleiben.