Kalt
Den Tag angefangen mit kaltem Wasser. Gut, war nicht ganz so schlimm, habe mich nur etwas frisch gemacht und bin dann zum Sport. Danach konnte ich dann warm Duschen. Die Übungen sind anstrengend und belastend für meine Gelenke. Danach viel Zeit bis zum ersten Termin, die Entspannung. Danach verwöhnte ich auch mal meine Hände im Paraffinbad. Man nimmt hier halt alles mal mit, obwohl ich mir dort doch recht blöd vorkam zwischen den ganzen Frauen. Krisenmanagement am Arbeitsplatz ist auch so etwas, wo ich mich noch noch nicht so wohl fühle. Rollenspiele mag ich überhaupt nicht. Ich komme mir so albern dabei vor. Aber ich hoffe das ich das hier ablegen kann, wenigstens etwas.
Nach dem Essen haderte ich mit mir, ob ich nach Hause fahre oder nicht. Ich hatte ja das ungute Gefühl das etwas nicht stimmt und das sich S. dadurch nicht gemeldet hat. Ich beschloß dann doch zu fahren und meldete mich für gute drei Stunden ab. Es war schon ungewohnt dort draussen in der Welt zu sein, nachdem ich zehn Tage nicht weiter draussen war. Nachdem ich viel zu lange gebraucht hatte, da die Straßen sehr voll waren, war es schon ungewohnt auf meinen Parkplatz zu fahren. Es sah anders aus, schon auf dem Weg dahin, Baustellen die es noch nicht gab und die Bäume die jetzt kräftig grün erschienen. Die Wohnung war ungewohnt, ganz eigenartiges Gefühl. Nachdem jetzt die Wände im Treppenhaus fast vollgeschmiert sind mit Graffiti, kommt jetzt der Fußboden dran. Schrecklich wie das aussieht. In der Wohnung wunderte ich mich erst, warum ich kein Wasser bekomme, bis mir einfiel das ich das Wasser absperrte, nur zur Vorsicht, damit von mir keine Gefahr ausgeht. Viel Post habe ich bekommen, doch ich packte sie wieder zurück da ich ja eigentlich nicht da bin. Ich goß noch schnell die Blumen, stellte fest das wir einen Stromausfall hatten, Arbeiten am Wasserrohr waren, denn es war viel Luft in den Leitungen, hoffe das es so war und nicht das das Rohr undicht ist, und zog mir die neuesten Blogeinträge auf den Laptop, packte mir in der Zwischenzeit noch so einige Kleinigkeiten ein, die ich noch brauchen könnte, vergaß natürlich noch zwei Sachen die ich mir schon vorher gedanklich einprägte. In der Hoffnung das die Straßen nicht zu voll sein mögen, weil ich es sonst nicht schaffen würde, fuhr ich wieder zurück. Vor dem Abendbrot versuchte ich nochmal S. anzurufen, es kam aber kein Rückruf. Nach dem Abendbrot war besetzt und kurz danach rief sie zurück. Sie klang gestresst und fragte ob sie später nochmal anrufen könne. Ich sagte ihr sie soll mir eine Zeit nennen und ich bin dann da. 21 Uhr schlug sie vor und ich wartete pünktlich im Zimmer auf den ersehnten Anruf. Nach fünf Minuten klingelte ich an und sie rief zurück. Sie wollte noch eine Serie zu Ende schauen, deswegen war sie nicht pünktlich. Ich hatte mich aber unten schon verabredet zum spielen, und daher war ich auf dem Sprung. Es war alles in Ordnung, wie ich auch zu Hause feststellen konnte. Sie war nur geschafft von ihrer Arbeit und war den Abend schon im Bett. Sie hatte die Tage auch schon versucht mich anzurufen, nur halt zu den Zeiten wo ich essen war oder unten in der Halle war. Die kleine hatte die Tage nach mir gefragt, wann ich denn wieder komme. Sie wird mich mal anrufen damit wir wenigstens Telefonieren können. Nach dem Telefonat ging ich in die Halle, wo schon die anderen "Mensch ärgere Dich nicht" spielten. Als sie dann fertig waren und eine Raucherpause einlegten spielte ich mit der einen eine sehr schnelle Runde die ich gewann. Die anderen waren noch nicht zu sehen und wir fingen noch eine Runde an. Wir spielten dann mit wechselnden Leuten bis zur Geisterstunde. Es war gemütlich und lustig und hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Einschlafen konnte ich dann trotzdem nicht. Auch ein Grund sicherlich weil mir unheimlich der Nacken wehtut. Ich habe wohl Zug bekommen beim Autofahren.
Ich träumte davon das sich hier einer umgebracht hat. Letztens war hier wohl auch ein Suizidversuch gewesen, daher wohl auch der Traum.