Die große Fahrradtour
Der Radiosender Berliner Rundfunk hatte zur 2. großen Fahrradtour eingeladen. Von der ersten hatte ich zu spät erfahren. Diese 2. fand praktisch fast vor meiner Haustür statt. Startpunkt war der S-Bahnhof Hennigsdorf. Also konnte ich mit dem Fahrrad hinfahren, waren ja nur gute 15 km. Treffpunkt war von 9-10:30 und das Wetter war durchwachsen. Es war nicht zu heiß, die Sonne versteckte sich und es wurde nur wenn überhaupt kurze Schauer voraus gesagt. Bei der Ankunft mussten wir erstmal die Teilnahme bestätigen. Um 10:45 ging es dann los auf die rund 45 km Tour. Die Brandenburger Polizei gab uns auf dem Weg bis zum alten Mauerweg Schutz und sperrte die Strassen ab, schliesslich waren wir rund 300 Radfahrer. Der Weg führte durch den Spandauer Stadtforst, zum Eiskeller, nach Falkensee, Schönwalde, Bötzow. Am Mittag machten wir Pause und wurden versorgt mit Gulaschsuppe und Grüne Bohnen Eintopf. Natürlich gab es auch noch was zu trinken. So 15 Minuten vor dem Ende der Pause setzte leichter Nieselregen ein, der uns aber noch nicht weiter beunruhigte. Als wir dann aufbrechen wollten wurde der Regen stärker. Wir wurden im Vorfeld mit Regenponchos ausgestattet für den Notfall. Diese hielten wenigstens einen Teil des Regens ab. Wir fuhren also im Regen weiter. Irgendwann, wir waren schon wieder auf einer Straße, nur diesmal ohne Polizeischutz, mussten wir warten. Der Regen hörte auf und wir konnten endlich den Poncho ausziehen. Es wurde doch ganz schön warm darunter. Nachdem von der Polizei keiner zu erreichen war, wurde beschlossen das wir uns die Strasse jetzt selber absperren. Es klappte ohne Probleme. Und nur noch wenige Kilometer trennten uns vom Ziel. Um 15:30 standen wir wieder am Startpunkt. Kaum hatte ich mich auf den Heimweg gemacht fing es wieder an zu regnen. Als ich dann naß zu Hause angekommen bin, zog ich mich aus und duschte erstmal heiß. Erst danach als ich mich dann hinsetzte taten mir die Beine und mein Hintern weh. Aber am Abend war davon nichts mehr zu spüren. Es war, vom Regen mal abgesehen, ein schöner Tag. Und ich staunte das die Kinder die dabei waren so toll durchgehalten haben und meistens im vorderen Feld mitgefahren sind während die Eltern im hinteren Bereich waren.